Vielen Dank an Katharina Peranic, die Stiftung Bürgermut und OpenTransfer für die Nominierung zum Deutschen Engagementpreis 2013.
Wir nehmen die Nominierung an und möchten damit auf unser Engagement im Bereich des offenen Projekttransfers im Dritten Sektor aufmerksam machen.

Seit Anfang der 1990er Jahre verfolgen wir die unterschiedlichen Entwicklungsströme im Sozial- und Gesundheitsbereich und erleben immer wieder, wie die berühmte „neue Sau durch´s Dorf getrieben wird“.
In der kommunalen, Landes-, Bundes- oder Stiftungsförderung wurden die verschiedensten Förderprogramme aufgelegt, die in Bezug auf ihre Wirkung und Nachhaltigkeit ebenso unterschiedlich ausfielen, wie sie konzipiert waren.

Parallel dazu zog in diesem Zeitraum das Thema „Qualitätsmanagement“ in den Dritten Sektor ein. Es wurde teilweise viel Aufwand betrieben, um soziale Arbeit im Sinne der Industrienormen messbar zu machen. Das führte zu standardisierten Abläufen und einer neuen Arbeitsorganisation, die von den Beschäftigten bis heute nicht immer akzeptiert wird. Anzeichen dafür sind zunehmende Arbeitsverdichtung, Ablehnung starrer Prozesse und Motivationsverlust.
Bemerkenswerterweise erleben sogar schon die Studierenden der Sozialen Arbeit die Veränderungen und lehnen sich gegen diese Entwicklung und die teilweise prekären Arbeitsbedingungen aufgrund von befristeten Projektfinanzierungen  auf.

Gleichzeitig entstehen aber auch immer wieder neue Projekte, die sich motiviert und erfolgsversprechend einem Thema widmen und dabei vorzeigbare Erfolge verzeichnen.

Diese Diskrepanz ist das Thema, dem wir unser gesellschaftliches Engagement widmen.

Dabei beschäftigen uns drei Fragen:

  1. Was genau macht den Erfolg der erfolgreichen Projekte aus?
  2. Welche Möglichkeiten haben große Verbände, sich innerhalb ihrer etablierten Strukturen zeitnah zu verändern und an neue Gegebenheiten anzupassen?
  3. Welche Voraussetzungen muss eine Organisation erfüllen, um ihren Mitarbeitern eine inspirierende und motivierende Arbeitsumgebung zu schaffen?

Aus den Antworten auf diese Fragen versuchen wir Muster zu erkennen, diese zu abstrahieren und zu neuen Strategien weiter zu entwickeln und öffentlich zu diskutieren.

Dazu engagieren wir uns pro bono auf unterschiedlichen Plattformen, wie dem Forum Lernen (www.forum-lernen.de) des Kuratoriums Deutsche Altershilfe und Open Transfer (www.opentransfer.de) der Stiftung Bürgermut u.a.

Hier treffen wir auf ein fruchtbares Umfeld, in dem neue Ideen ohne organisationsbedingte Vorbehalte ergebnisoffen und interdisziplinär diskutiert und entwickelt werden können. Formate wie Barcamps, Online-Workshops oder Blogparaden bieten ideale Voraussetzungen sowohl in der persönlichen, als auch in der überregionalen, internetgestützten Zusammenarbeit.

Die so entstandenen Ergebnisse können in den unterschiedlichsten Organisationen, Sozialräumen, politischen und geografischen Umgebungen erprobt, evaluiert und weiter verfeinert werden, bis sie die Reife zum Transfer erreicht haben.

Neben dem offenen Transfer nehmen wir sie dann auch in unsere Beratungstools auf und setzen sie in unserer Organisationsbegleitung ein.

Dabei besteht die Herausforderung immer wieder darin, festgefahrene Organisationen im Dritten Sektor, die mit finanziellen Engpässen und veränderten Rahmenbedingungen zu kämpfen haben, von den Vorteilen einer Organisationsberatung zu überzeugen. Tradierte Werte und Überzeugungen führen in Zeiten schneller Veränderungen oft zu einer Starre, die es zunächst zu überwinden gilt, bevor Veränderungen beginnen können.

Unser Engagement hat bis heute zu einer überregionalen und interdisziplinären Diskussion geführt, die zu vielen neuen Sichtweisen und Ergebnissen beigetragen hat.

Das Problem bestehend aus traditionellen Strukturen, veränderten Förderbedingungen und dem Einzug von Qualitätsmanagement, das wir zunächst als lokales Problem wahrgenommen haben, ist bundesweit unterschiedlich ausgeprägt anzutreffen.
Diese Erkenntnis ist in unsere Beratungen eingeflossen und wird von Mund-zu-Mund weitergetragen, erschien in unterschiedlichen Veröffentlichungen und wir versuchen auf unserem Sozialarbeiterblog.de immer wieder, die Diskussion anzuregen.

Für die Zukunft erhoffen wir uns einen noch intensiveren und breiteren Austausch über Plattformen wie Open Transfer, um gemeinsam mit den unterschiedlichsten Menschen und Ressourcen zukunftsfähige und ernsthaft nachhaltige Angebote zu schaffen, die von starken Trägern und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiter entwickelt und getragen werden.

Dieses Engagement zahlt sich für uns in einer Win-Win-Win-Situation aus, indem wir uns selber in einer fachlich und menschlich hochqualitativen Umgebung weiterentwickeln, unser Know-How einbringen und verfeinern und im Sinne unserer Auftraggeber neue, nachhaltige Lösungen kreieren.

Unser Nominierung für den Deutschen Engagementpreis 2013

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