“So führen, dass andere bereit sind, Führung zu übernehmen.”

Birgitt Williams, die internationale Leadership-Expertin aus den USA und Begründerin des Genuine Contact™ Ansatzes war Ende Januar auf Einladung zweier Kolleginnen und mir zu Gast für zwei Workshops in Melle.
Zeit, sich und seinen eigenen Führungsstil zu reflektieren und zu überdenken.

Birgitt Williams, Autorin des aktuell erschienen Buches „The Genuine Contact Way: Nourishing a Culture of Leadership“ und Begründerin des internationalen Beratungsansatzes Genuine Contact™ ist eine internationale Leadership-Expertin mit 35 Jahren Erfahrung als Führungskraft und in der Beratung von Unternehmen in Non-Profit-Organisationen. Schon vor 20 Jahren, als sie Geschäftsführerin einer großen Kanadischen Non-Profit-Organisation war, ging es ihr darum, eine Organisation zu schaffen, die alle Beteiligten ermutigt, in Führung zu gehen. Seitdem hat sie bis heute eine ganze Reihe von Organisationen in verschiedensten Ländern und Kulturen begleitet, ein neues Verständnis von Führung zu verwirklichen.

Zugegeben: “So führen, dass andere bereit sind Führung zu übernehmen” oder gar der englische Titel “Nourishing a Culture of Leadership”, eine “nährende Kultur der Führung” klangen in meinen Ohren zunächst doch eher esoterisch, ganz im Sinne der klassischen Vorurteile, die oft mit der Esoterik einhergehen.

Und so war ich auch zunächst nicht uneingeschränkt begeistert, als mich Marai Kiele letzten Herbst fragte, ob ich nicht gemeinsam mit ihr und Sabine Bredemeyer einen Workshop mit Brigitte Williams in Melle organisieren und durchführen wollte.

Auf der anderen Seite hatte ich schon viel vom Genuine Contact Program gehört und es wäre die ultimative Gelegenheit Birgitt Williams persönlich kennen zu lernen und mehr über Genuine Contact zu erfahren.

Bereits unsere Vorbereitungstreffen zu dritt waren von Leichtigkeit und Vorfreude auf die Veranstaltung geprägt und so kam es am 30./31. Januar zusammen mit einem starken Wintereinbruch zu zwei inspirierenden Veranstaltungen, die es in einer sehr ruhigen und kraftvollen Stimmung ermöglichten, sich ganz praktisch mit seinen eigenen Ideen von Führung zu beschäftigen und zu erleben, wie sich diese Führung auf Andere auswirkt.

Impulsabend: “Glaubenssätze als Basis einer neuen Führungskultur”

“Führung geschieht heute in einer sich ständig verändernden Umgebung.” so eine der Kernaussagen Birgitt Williams. Damit verbunden erhöht sich der Druck auf Führungskräfte zunehmend, da es praktisch nicht mehr möglich ist, langfristig angelegte Strategien zu verfolgen.

In dieser Zeit der kontinuierlichen Veränderung sind außerordentliche Führungskräfte gefragt, die Organisationen so aufstellen, dass sie sich in diesem herausfordernden Umfeld behaupten und an die sich schnell verändernden Bedingungen anpassen können.

Schnell wurde klar, dass ein außerordentliches Führungsverhalten viel mit der eigenen Einstellung und Vorannahmen zum Thema Führung zu tun hat.
Und so beschäftigten wir uns den gesamten Abend wechselnd in Kleingruppen und im Plenum mit unseren Überzeugungen zum Thema Führung.

  • Hat jeder die Fähigkeit in sich, Führung zu übernehmen?
  • Wie kann das praktisch aussehen?
  • Wie verändert dieser Gedanke – wenn er für dich wahr ist – deine eigene Art zu führen?

Birgitt Williams begleitete uns den gesamten Abend mit ihrem Motto “Go slow to go fast”, so dass die ruhige Atmosphäre jederzeit genug Raum ließ, um seine Gedanken zu sortieren und gelungene Lernerfahrungen zu sammeln.

Tagesworkshop: “So führen, dass andere bereit sind, Führung zu übernehmen:”

Der Tagesworkshop knüpfte inhaltlich an den Impulsabend an. Wir beschäftigten uns mit der Frage: “Was ist mein Beitrag, damit das ganze Potenzial der Organisation und Einzelner gehoben wird?”

Dazu nutzen wir Deep Essence Mapping Tool aus dem Genuine Contact Program.
Ähnlich einem Eisberg sind sort an der Oberfläche Verhalten, Aktivitäten und Strukturen zu erkennen, die auf persönlichen Vorannahmen, Werten und der eigenen Überzeugung von Führung unter der Oberfläche basieren.

Es ging um unsere eigene Geschichte von Führung, in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft. Anhand von vier kurzen Geschichten über unsere eigene Führung fanden wir in Paargesprächen heraus, wie wir Führung gestalten und verstehen.

So gelangten wir zu wertvollen und auch überraschenden Erkenntnissen, die wir auf Vorannahmen hinterfragten und herausfanden, welche Vorannahmen hilfreich sind.

Von dort war es nur noch ein kurzer Weg zu unseren eigenen Werten und -für mich überraschend – ergab sich der Sinn und Zweck in Form eines Satzes praktisch von alleine.

Für unsere Arbeit mit den Cultural Transformation Tools nehme ich das Deep Essence Mapping Tool als perfekte Ergänzung mit. Nicht nur die Frage nach dem eigenen Führungsverständnis kann damit alleine oder in Gruppen tiefgehend und trotzdem mit einer gewissen Leichtigkeit beantwortet werden.

Das Fazit: Nicht viel gemacht, aber viel mitgenommen

Das positive Fazit des Tages in der Schlussrunde lautete: Eigentlich haben wir inhaltlich gar nicht viel gemacht und doch soviel mitgenommen.
Es war kein Workshop, in dem der Trichter ausgesetzt wurde und man noch viele Tage danach damit beschäftigt ist, das gehörte zu verdauen.
Vielmehr ist Birgitt Williams ihrem Motto treu geblieben “Go slow to go fast” und hat uns dieses durch eine empathische Moderation über zwei Tage selber erleben und ausprobieren lassen.

Review: Leadership-Expertin Birgitt Williams in Melle – Zeit, den eigenen Führungsstil zu überdenken

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