Dokumentation unserer Session “Gemeinsame Werte – starke Organisation” auf dem open Transfer Camp in Hamburg am 27.09.2014.

“Organisationen verändern sich nicht, Menschen verändern sich.”

Diese These stand im Mittelpunkt unserer Präsentation zum Thema “Messbare kulturelle Werte für mehr Stabilität und Wachstum in gemeinnützigen Organisationen und sozialen Initiativen.”

Persönliche Werte lenken unser Handeln bewusst und unbewusst

Dazu haben wir zunächst einen Blick auf die persönlichen Werte, ihre Entstehung und ihre Auswirkung auf das bewusste und unbewusste Handeln geworfen und dabei festgestellt, dass unsere Handlungsebene, die nur einen kleinen Teil unserer Persönlichkeit ausmacht, maßgeblich von unserer Werte-Ebene beeinflusst wird.

Es kam die Frage auf, was Werte überhaupt sind und wie man über Werte sprechen kann.
Wir definieren Werte als feststehende Begriffe im Wortschatz, mit denen alle Menschen eines Kulturkreises nahezu ähnliche Assoziationen verbinden. Beispiele dafür sind Begeisterung, Klarheit, Erfahrung, etwas bewirken wollen, kontinuierliches Lernen, Konfliktbewältigung etc.

Eine Landkarte, um über gemeinsame Werte zu sprechen

Um gemeinsam über kulturelle Werte sprechen zu können, ist eine Landkarte hilfreich, die es ermöglicht, Werte einzuordnen und miteinander zu vergleichen.
Dazu haben wir das Barrett-Modell mit sieben Ebenen der Bewusstseinsentwicklung vorgestellt und am Beispiel der damit verbundenen Cultural Transformation Tools erklärt, wie man durch eine Wertebefragung zu gemeinsamen Werten gelangen kann.
Dazu stellen wir drei Fragen und bieten ein Set von ca. 130 verschiedenen Werten an:

  • Welches sind deine 10 wichtigsten persönlichen Werte?
  • Welche 10 Werte verbindest du im Augenblick mit der Organisation, für die du dich engagierst?
  • Welche 10 Werte sind dir in Zukunft für die Arbeit in deiner Organisation wichtig?

Analog oder Digital? Der methodische Einstieg in das Thema “gemeinsame Werte”

Keine Organisation und keine Initiative ist wie die andere, und deshalb unterscheiden sich auch die Arbeitsweisen oft grundsätzlich voneinander.

Der Einstieg in das Thema “gemeinsame Werte” kann deshalb sowohl analog in Form eines Tagesworkshops oder digital in Form einer computerunterstützten Befragung mit einem anschließenden Auswertungstreffen erfolgen.

Beide Varianten bieten einen großen Erkenntnisgewinn bei den Fragen

  • Wie steht es aktuell um unsere Organisation?
  • Welche Themen bedürfen dringender Aufmerksamkeit?
  • Welche Potenziale schlummern unentdeckt in unserer Organisation?

Anwendungsbeispiele: Gemeinsame Werte führen zu Stabilität und Wachstum

Die Anwendungsmöglichkeiten gemeinsamer Werte umfassen ein breites Spektrum.
Gemeinsame Werte unterstützen bei

  • der Organisationsentwicklung
  • der Entwicklung von Leitbildern
  • der Lösung von Konflikten in Teams
  • Skalierungsprozessen
  • der Erstellung von Transferhandbüchern

Fazit

Als Fazit der Session kann festgehalten werden, dass gemeinsame kulturelle Werte zunächst einmal auf den bewussten und unbewussten persönlichen Werten aller Beteiligten basieren.
Bevor Veränderung in einer gemeinnützigen Organisation oder in einer sozialen Initiative stattfinden kann, müssen deshalb alle beteiligten Menschen dort abgeholt werden, wo sie aktuell stehen.
Das gilt insbesondere auch für die Leitungsebene. Erst wenn die Leitungskräfte von der Idee gemeinsamer Werte überzeugt sind und authentisch voran gehen, kann Veränderung gelingen, die zu mehr Stabilität und Wachstum beitragen kann.

Präsentation und kostenloses eBook “Messbares kulturelles Wertemanagement”

Vertiefende Erklärungen zur Präsentation unserer Session haben wir in einem kostenlosen eBook auf www.werte.management veröffentlicht.

Die Präsentation der Session ist auf Slideshare veröffentlicht:

Messbare kulturelle Werte für mehr Stabilität und Wachstum in gemeinnützigen Organisationen und sozialen Initiativen

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